Lisa liebt Weihnachtsmärkte …
oder doch nicht?!

Alle Jahre wieder zur Weihnachtszeit: Glühwein, Lichterketten, Reibekuchen, Bratwurst, Crêpes, gebrannte Mandeln … der Weihnachtsmarkt öffnet seine Pforten und die Horden strömen. Ich auch. Heute. Zum ersten Mal in der diesjährigen Weihnachtszeit. Ich muss gestehen, dass ich Weihnachten zwar liebe, Weihnachtsmärkte aber aufgrund der zu hohen Schubserei und Anrempelei nicht so mega gern mag. Aber, mit guten Freunden überwindet man auch dieses Hindernis und freut sich auf einen gemütlichen Weihnachtsmarkt-Abend.

18:50 Uhr: der überfüllte Zug nach Dortmund rollt in Lünen ein. Wir steigen ein und werden von einer Gruppe junger Männer mit starkem Alkoholkonsum und noch viel stärkerem Alkoholduft empfangen. Ich liebe Bahnfahren (NICHT!!!!!) und bin jeden Tag so glücklich, einen kurzen Arbeitsweg zu haben! YEAH! Am Bahnhof in Dortmund angekommen empfangen uns schon erste Besoffskis. Um 19 Uhr – die haben schon mal ordentlich Gas gegeben. Ist ja auch Freitag! Hoch die Hände – Wochenende!

Westenhellweg – (oh die Geschäfte haben noch geöffnet) das Gedränge und Geschiebe geht los und findet seinen Höhepunkt an der Glühweinbude! Der weiße, heiße Glühwein schmeckt hervorragend. Wir versuchen einen richtigen Freundeskreis zu bilden, der aber immer wieder von „Sorry, darf ich kurz durch“ – „Kann ich eben“ – „Platz daaaaaa“ unterbrochen wird. Manno!!!! Wir U-N-T-E-R-H-A-L-T-E-N uns gerade und rechts und links ist (fast) Platz zum Vorbeirempeln. Nun gut. Wir schlendern weiter. Auf der Suche nach Essen.

Und hier ist man ja wirklich im Fett-Paradies. Wahnsinn, was alles aufgefahren, rangekarrt und angerollt wird. Da ich heute Mittag nur eine 5-Minuten-Terrine-Hühnersuppe hatte, wurde der Plan, ordentlich zu schlemmen in die Tat umgesetzt. Zu Beginn ´was Gesundes: Blumenkohl. Okeeeee. Mit Sauce Hollandaise. Jaaaaa, der Blumenkohl war frittiert. Haha! Schmeckte ganz ok. Aber, ganz schön wenig. Oh! Ein Baguette! Mag ich. „Ein Baguette mit Schinken bitte“ – 5 Minuten später hatte ich das fettigste und zugleich knoblauchigste Baguette in der Hand, das ich je gegessen hatte. Fast wäre es mir aus der Hand getrieft. Egal. Rein damit. Liegt schon schwer im Magen. Da hilft nur eines: ein Crêpes mit Zimt und Zucker. Und jetzt ist mir schlecht und ich bin pappsatt eine Millionen. Und bleibe es wohl noch mehrere Stunden. Frühstück fällt schon mal aus, so viel steht fest.

Lieber Weihnachtsmarkt, danke für die Völlerei. Danke für die Zeit mit meinen Freunden. Gerne möchte ich Dir auch danken für die Weihnachtsstimmung, aber wo finde ich sie zwischen all den Fressbuden, Glühweinen und Menschen? Wo habe ich meine allerliebsten Weihnachtslieder von Rolf Zuckowskis „Dezemberträume“ gehört? Wo habe ich eine Krippe gesehen? Wo wurde es still und weihnachtlich? Weihnachtsmärkte tragen zwar das Wort „Weihnachten“ im Namen, aber mit dem eigentlichen Gedanken von Weihnachten haben sie für mich nichts gemein.

Ich freue mich auf die drei Tage Weihnachten mit unseren Familien. Auf den geschmückten Tannenbaum und den Duft, den dieser verbreitet. Auf die liebevoll drapierte Krippe. Auf die sorgsam ausgesuchten und eingepackten Geschenke. Auf das köstliche und mit Liebe zubereitete Essen. Auf die Weihnachtslieder in der Kirche und aus den Musikboxen zu Hause (Hanna, DU weißt WELCHE Lieder!!!!). Auf ruhige Spaziergänge. Auf unterhaltsame Gespräche. Auf MEIN Weihnachten.

Lisa ♥ Weihnachten

(P.S. Auch wenn hier Einiges übertrieben ironisch geschrieben wurde, der Abend war TOLL!!! DANKE!!!)

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