Lisa liebt Valentinstag – NICHT.

So. Dann setz ich mich doch einfach mal gepflegt in die Nesseln, frittiere mich in meinem eigenen Fettnäpfchen oder verbrenn mir meine Selfie-Schnute an folgenden Wörtern: wer braucht schon den Valentinstag?

Es scheint auf dieser Welt zwei Sorten von Menschen zu geben: diejenigen, die den Valentinstag lieben und solche wie mich, die ihn vollkommen überflüssig finden. Als Mensch der Gattung „WTF is Valentinstag“ möchte ich der Gattung „Wir lieben Valentinstag“ ausdrücklich sagen, dass ich es keineswegs verurteile. Schließlich steckt hinter jedem Valentinstag die Liebe. Und die Liebe darf nie verurteilt werden.

Doch was genau mag ich nicht am Valentinstag? Der Versuch einer Erklärung fällt nicht einfach und könnte missverstanden werden. Mir egal. Ich versuche es trotzdem: Valentinstag beginnt für mich mit Manipulation. Allen Menschen wird gekonnt suggeriert, dass sich Liebende am Valentinstag gefälligst zu beschenken haben. Mit Schmuck, Pralinen oder Blumen. Oder gleich mit allen drei Geschenken! Schließlich geht Schmuck immer. Egal ob als Ring an der Hand, als Ring im Ohr oder als großer Ring ums Handgelenk. Pralinen … auch die schmecken, vor allem wenn sie in eine schöne Herzform gepresst sind und auf der Verpackung in geschwungener Schrift Für Dich steht. Über die obligatorischen Rosen am Valentinstag muss ich nicht reden, je mehr Rosen, desto mehr Liebe. Oder wie war das noch gleich?

Jetzt mag man denken: Pah, die ist doch nur sauer, weil sie keinen Partner hat, von dem sie Rosen bekommt. Und dann sag ich: Pah, falsch gedacht. Mein Freund (mittlerweile Mann, aber Freund klingt auch nach Freundschaft!) und ich sind seit über 16 Jahren zusammen und haben, bis auf den ersten Valentinstag unserer gemeinsamen Geschichte (damals bekam ich eine einzelne Rose extra von einem Blumenkurier, da mein Freund verhindert war), keinen gefeiert. Und, wie man sieht, sind wir immer noch mega glücklich zusammen. Es sind für mich die kleinen, unerwarteten Dinge, die eine Beziehung wertvoll machen. Am Valentinstag erwartet man doch förmlich, beschenkt zu werden. Aber genau das mildert den Zauber, der das Schenken mit sich bringt.

Es geht doch schon einen Monat vor dem Valentinstag los: Überall wo man hinsieht, wird man an von tausend kleinen Herzen erschlagen. Der 14. Februar ist in unsere Hirne gebrannt und wir werden mit TV-Werbung, Werbung in den Social-Media-Kanälen, per Post und und und überhäuft. Ähnlich wie zu Weihnachten. Doch irgendwie mag ich Überraschungen. Kleine zumindest. Ich möchte nicht wissen, dass ich am 14. Februar morgens schon die Vase gefüllt mit Wasser auf den Esstisch stellen kann, weil abends genau diese Vase mit einem Strauß Blumen gefüllt sein wird.

Meine romantische Ader schlägt für Kleinigkeiten, liebe Worte, unerwartete Whats-App-Nachrichten, handgeschriebene Karten und bunte Tulpen vom Wocheneinkauf (den glücklicherweise oft mein Mann erledigt, da ich Einkaufen hasse!) Ich brauche keinen Valentinstag, der mich an meine große Liebe erinnert!

Lisa ♥ die Liebe

 

 

(Das Titelbild ist NATÜRLICH von Ninka und der Cake-Topper von KLEINLAUT.)

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