Lisa liebt Schnee – manchmal zumindest

Schnee – als Kind war die Freude riesig! Da wurde laut das Lied von Rolf Zuckowski „Es schneit, es schneit, kommt alle aus dem Haus, die Welt, die Welt, sieht wie gepudert aus …“ gesungen (gib zu, Du hast diese Zeile nicht gelesen gelesen, sondern gesungen gelesen) Endlich Schlitten fahren, endlich einen Schneemann bauen und endlich eine Schneeballschlacht auf dem Schulhof starten.

Damals in meiner Kindheit fiel auch noch richtig viel Schnee, die Welt war über mehrere Wochen weiß. Der See war zugefroren, wir sind Schlittschuh gelaufen. Winter gleich Schnee, Schnee gleich Winter. So war es einfach. Der Winterurlaub im Sauerland (Titelbild von 2008 Familien-Ausflug ins Sauerland) gehörte genauso zum Familienleben wie der Sommerurlaub an der Nordsee. Im Winter schneite es, im Sommer schien die Sonne. In einen richtigen Skiurlaub ging es nie, das Sauerland war unser Winterwonderland.
Denn auch dort war alles von einer dicken Schneeschicht überzogen. Dick und schneefest eingepackt, stapfte die Family durch den Schnee. Spaziergänge waren und sind ja nicht so mein Ding, aber die Aussicht auf steile Rodelhänge beschleunigte meine Schritte. Wie toll war es damals die Rodelhänge rauf und runter zu heizen!!!

Die beste Rodelabfahrt meines Lebens dauerte gefühlt eine Stunde! Zuvor sind wir durch Wälder einen Berg hochgewandert und genau diesen Berg ging es wieder hinunter: Mama und Sister auf dem einen Schlitten, Papa und ich auf dem anderen. Mit Highspeed ging es ins Tal!!!! Nicht zurückwandern zu müssen, sondern Schlitten zu fahren – ein Traum!!!!!

Heutzutage ist es doch leider so: die Garantie auf Sonne im Sommer hat man nur noch, wenn man in den Süden fliegt. Schnee im Winter ist auch Mangelware. Und wenn es doch einmal schneit, so wie dieses Wochenende, sind alle hochgradig überfordert! Schnee??? Hilfe!!! Schnee stört schon ab der ersten Sekunde. Der Tag beginnt mit Schnee räumen und streuen. Autofahren im Schnee? Bitte nur mit 10 km/h. Sonst schaffen es die Sommerreifen nicht! Staus und Unfälle sind vorprogrammiert. Leider. Ein Schneemann lässt sich nur bauen, wenn der ganze Schnee der kompletten Stadt abgegrast wird, weil die Schneeschicht gerade vielleicht mal 0,1 cm misst. Früher war diese meterhoch.

Da ich kein Wintersport-Freak bin, bin ich auch kein richtiger Fan von Schnee. Ich mag Schnee dort, wo er hingehört: ins Sauerland, in Skigebiete, auf Berge. Doch gestern haben wir spontan den Grill im Schnee angemacht. Wintergrillen sozusagen in unserem Wintergarten. Das war toll! Der Schnee macht alles leiser, alles wirkt ruhiger, als würde der Schnee den Alltagsstress schlucken. Und, Schnee lässt die Welt ein wenig glitzern. Vielleicht braucht die Welt viel mehr Schnee, viel mehr Glitzer! Aber bitte dann genauso, wie in meiner Kindheit – lange und andauernd.

Lisa ♥ Schnee – manchmal zumindest.

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3 Kommentare

  1. yeaaaaahhh!!! Grillen im Schnee! Geil. und wir zwei brauchen den Schnee. ganz genau. um uns manchmal LEISER zu machen. wenn wir grad mal wieder rumkriegen. eine weiße Pause tut uns gut. chillaxt uns. schöner Artikel Schatz. wie immer.

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