Lisa liebt die Neunziger –
ein Hoch auf die Kindheit

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Tja, was soll man da sagen? Geboren in den Achtzigern, hat man die Neunziger sozusagen volle Kanne miterlebt! Und, ich muss eines sagen: bei WANNABE oder QUIT PLAYING GAMES bin ich immer noch die erste, die die Tanzfläche stürmt! Oder, Freunde?!

Wir Kinder der Neunziger haben im letzten Jahrhundert schon gelebt! Damals gab es noch keine Handys geschweige denn Smartphones. Zum Telefonieren hing man an der Strippe (daher wohl auch die Redensart) und zeitgleich in der Garderobe (der Ort, an dem man dachte, man könne ungestört telefonieren – weiter reichte das Telefonkabel nicht.) Damals, als es noch Frufoo bei Coop zu kaufen gab, Tattooketten das erste Mal „in“ waren, man Musik auf Kassetten und im Walkman abspielte und das erste Mal die Aufnahmetaste entdeckte und seine eigene Stimme hörte. Leider wurde so auch das mühsam aufgenommene Lieblingslied (vielleicht „An Angel“ von der Kelly Family) zerstört, das man aus den TOP100 von 1LIVE aufgenommen hatte. Die hohe Kunst war es, keine Werbung oder die Stimme des Kommentators mit aufzunehmen.

Ich erinnere mich noch genau an den Tag, als ich meinen ersten Walkman zum Geburtstag bekam. Vielleicht wurde ich 10 Jahre, auf jeden Fall war ich Whitney Houston UND David Hasselhoff Fan (nein, ich schäme mich nicht!) und hörte zum ersten Mal „I will always love you“ LAUT auf dem Walkman, während ich durch die Wohnung voller Geburtstagsgäste tänzelte. Als richtige Sängerin trällerte ich natürlich sofort los und erntete böse Blicke meiner Verwandten. Die Erkenntnis, dass sich der Gesang gar nicht so anhört, wie man meint, kam schnell. Die Einsicht bis heute nicht.

Als richtiges Kind der Neunziger verbrachte ich (zusammen mit meiner Schwester) stundenlang vorm Fernsehen (viereckige Augen bekamen wir nie, war also doch nur eine leere Drohung – pah!). Die Titelmelodien von „Lady Oscar“, „den Racoons“, „Mila Superstar“, „den Kickers“ – ich könnt ewig so weiter machen – kann ich bis heute noch auswendig. Sie sind einfach in meinem Hirn eingebrannt. Und erst viel später habe ich verstanden, warum unsere Mama jedes Mal ins Wohnzimmer kam, wenn Mila Superstar ein anstrengendes Match spielte und durch krasse Volleyball-Moves wie den Luftballon-Angriff den Gegner vom Platz fegte. Die Stöhngeräusche hören sich tatsächlich etwas befremdlich an, wenn man kein Bild dazu sieht.

Man könnte annehmen, dass wir einen Großteil der Neunziger mit „Tele5“, „Bim Bam Bino“, „Saber Rider“, „He-Man“ und „eine fröhliche Familie“ verbracht haben. Das stimmt nur zum Teil. Wir bauten auch Höhlen, versuchten mit winzigen Figuren von Polly Pocket zu spielen, entdeckten neue Geheimgänge bei Super Mario World auf dem Game Boy, schlossen Geheimnisse in unsere „Keypers“ ein und turnten draußen mit „T-Ball“ und „Skip-it“ rum. Einfach nur herrlich. Die Sommer waren damals noch richtige Sommer. Heiße, warme Sommer. Wir waren ständig im Freibad und genossen die großen Ferien in vollen Zügen.

Wir verbrachten Stunden damit, Sticker zu tauschen (aber nur Filz gegen Filz oder Glitzer gegen Glitzer), wir gewannen und verloren unsere „Chupa Chups Caps“ in heißen Battles auf dem Schulhof und in der Freizeit, wir liebten (und lieben) „Kevin allein Zuhaus“ und können den Sanka-Rap aus „Cool Runnings“ – „Das geht über Eure Vorstellungskraft, Jamaika, hat ´ne Bobmannschaft.“

An der Bude umme Ecke durften wir uns für 1 DM eine gemischte Tüte kaufen und damit den Budenbesitzer um den Verstand bringen: „Für 10 Pfennig davon, für 5 Pfennig von denen …“ Und wenn wir Glück hatten, war das neue YPS-Heft oder mit voranschreitendem Teenie-Alter die neue BRAVO da! Urzeitkrebse aus dem YPS-Heft habe ich nie geschafft zu züchten, dafür wusste ich genau, wie das Hausboot der Kelly Family von innen aussah.

Bestimmt wird noch ein weiterer Blog-Eintrag zu meinem Lieblingsjahrzent folgen, ich feiere die Neunziger und somit meine Kindheit einfach nur ab! Und wer von diesen Dingen nur halb so viel kennt, war definitiv ein glückliches Kind der Neunziger! Und das ist einfach nur schön!

Lisa ♥ die Kindheit in den Neunzigern.

(Das Bild zeigt einen Teil einer „Neunziger Torte“, die ich von meinen Freunden zum 30. bekommen habe, der natürlich als 90iger Party gefeiert wurde!!!)

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